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Folding Hex Beam von DL1ELU Teil 2/2 — Folding Hex Beam By DL1ELU Part 2/2

13. August 2012

Eines muss ich ja mal vorwegnehmen: ein Zacki-Zacki-Aufbau in einigen wenigen Stunden ist das nicht, wenn man diesen Beam noch nie zusammengebaut hat. 

Vor allem, wenn man immer nur kleckerweise an manchen Abenden ein paar Stündchen opfern kann und jedes Mal wieder alles auf- und abbaut.

ABER: es ist letzten Endes vollbracht!

Gestern abend haben SWL Michael und ich die letzten Drähte auf den Beam gespannt. Gespannt ist der richtige Ausdruck, denn man muss dieses total verzogene Gebilde nun irgendwie gerade bekommen. Das war bislang der schwierigste Teil, um ehrlich zu sein. Tipp von mir: Von vornherein alle Elementhalter, die Drähte für Bänder tragen, auf denen es spannt, in die Mitte schieben. Bei uns waren dazu fast überall 2 cm nötig. Erst dann gibt es eine Möglichkeit, da System reinzukriegen, sprich, die einzelnen Spreizer gerade zu kriegen. Das haben wir so gelöst, dass wir zunächst die beiden Spreizer in Vorzugsrichtung (direkt neben der Einspeisung) völlig entspannt haben. Der Rest der Strahler hing neben den restlichen Elementhaltern, so konnten sie nicht spannen. Nun die ersten Abschnitte zwischen Tragrohr und dem ersten Elementhalter leicht durchhängend einhängen. Sind die beiden Spreizer gerade? Gut. Jetzt die anderen Teile der Elemente leicht durchhängend einhängen. Alle in etwa gleich stark durchhängen lassen, das erleichtert das spätere Korrigieren ungemein! Zwischendurch immer wieder rumlaufen und überprüfen, ob die letzte Aktion gerade zu sehr gespannt hat, so dass irgendein Spreizer in S-Form liegt. Zum Schluss ist alles ziemlich gerade. „Ziemlich“ dürfte in diesem Fall reichen, immerhin sind da noch leicht unterschiedliche Lasten drauf, beispielsweise wiegen die Universalklemmen etwas mehr als dieselbe Strecke Draht. Die beiden Spreizer in Vorzugsrichtung wird man also vermutlich nie 100%ig gerade bekommen. Die Biegung von 1,5° Grad (oder so, hi) schien uns akzeptabel.

Leider war es inzwischen dunkel geworden, und die YL hatte die Zusage, dass ich um etwa 21.30 Uhr wieder Zuhause eintreffe.

Aber wir hatten nun schon die Schiebeleitern aufgebaut, gesichert, und mein kleines Baugerüst stand ebenfalls. Dieses hatte den Vorteil, dass man weit weg vom „Mast“ die Antenne auf Höhe bringen konnte. Jeder, der schon mal auf einem Fieldday versucht hat, einen Beam zu montieren, weiß, was ich meine: wenn man sich vom Boden befreit hat, hängt man im Mast und umgekehrt.

Also was machen? Das Abstimmen würde eh nicht mehr klappen, und im Dunkeln auf Leitern und Gerüsten rumtappern, das macht man nicht, dagegen ist man nicht verschert, hi 😉

Gut, aber was soll’s. Das ist ungefähr so als ob man beim Rennstart mit einem Motorschaden an der Startlinie liegen bleibt. Ich hätte also heute nacht eh nicht schlafen können. miniVNA geholt, Notebook und FT817 – zum Hören reicht der ja.

Wir hatten wie gesagt die Strahler noch nicht angefasst und optimiert. Dafür war das Ergebnis sehr überraschend: auf 20 m war der Dip bereits im richtigen Bereich, fast schon etwas zu hoch. Auf 17 m ideal. 15 schon etwas unterhalb der Bandgrenze, 12 ideal, und auf 10 m hätten sich eher CB-Funker wohlgefühlt, da lagen wir ziemlich daneben. Allerdings bedeutet hier „daneben“, dass die Antenne auf dem gesamten Bereich < 1,5:1 spielte. Wir leiden heute auf hohem Niveau! 🙂 Ist das möglich? Das habe ich sogar mit einfachen Drahtdipolen selten auf Anhieb erreichen können. Und dieses Gebilde ist doch deutlich komplexer?!

Nun ja, wir waren ja nur etwas über 5 m vom Boden weg – da ändert sich sicherlich noch was in Arbeitshöhe. Aber wie ist der Empfang? Mal drüberdrehen… Auf 10 m wird um diese Zeit nix mehr gehen. Wir tasten uns mal von S0 an Signale ran.. Ein Japaner, guter Plan, eine gute Referenz für S0! Südosten? Naja, wird in etwa passen! Nun, der Japaner hat sich nicht an die Regeln gehalten und war mit S3 lesbar. ÖH? Kann nur Zufall gewesen sein. Mal auf den anderen Bändern horchen…

Wahnsinn! Fast überall waren Signale aufzunehmen. Und nicht wie bei mir, mit S2 bei S3 Rauschen. Glasklares QRN, glasklare Sigs. Fast alles auf 20, 17 und 15 m war S9+irgendein Wert. Das kann doch nicht…!

Der Rotor bestand aus einem Erntepflücker und Michaels Manpower. Deswegen wollten wir da nicht allzuviel dran rumdrehen. Auch stellten diese Übungen ja die Kür dar, und das rufende Bettchen konnte man auch schon deutlich hören. Ich wollte aber noch testen, ob man die Antenne auch so schon betreiben könnte. Die FT817 ist teilweise recht zickig, was das SWR betrifft, also habe ich mir da keine guten Chancen ausgerechnet. Aber da wurde kein SWR angezeigt, auf keinem der Bänder! Man könnte den Beam also jetzt schon betreiben, sogar ohne ATU! Wie kann das sein?

Ach, egal, ist zwar stockduster, und ich sehe nicht mal die Tasten, aber ich rufe mal den ZP6CW. ZP6CW ruft DL4OCE. Kann nicht sein! 579 TU 579 TU 73 . . Kopfschüttelnd stand ein Arne auf der Leiter und starrte auf seinen Transceiver. Ja, ich hatte soeben Paraguay mit 5 Watt gearbeitet.

Was für ein guter Start!! 😉

VIELEN DANK FÜR DEINE GEDULD, MICHA!!

Fotos:

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One comment

  1. Great article! Thank you for putting your experience with the Folding Hexbeam up on the web. I ordered mine from Christian yesterday. 73 from Sydney Australia. http://www.walkietalkietwowayradios.com/



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