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Pixie 2 QRPp TRX

26. Mai 2014

Bevor ich den Rockmite gebaut hatte, habe ich lange nachgedacht, zuerst  mit einem noch simpleren Pixie 2 anzufangen.

Dass ich nach Jahren der Lötabstinenz nicht gleich mit einem komplett in Fädeltechnik umgesetzten Projekt angefangen hatte, hat mir wohl ziemlich viel Frust erspart.

Das habe ich dann jetzt nachgeholt, als ich meinen Pixie 2 gebaut habe (http://www.circuitswamp.org/projects/pixie2.html).

Diese schnuckelige Ansammlung von Bauteilen stellt einen kompletten Sendeempfänger für eine Festfrequenz dar, die aber ein wenig gezogen werden kann.

Dabei werden einfache Transistoren à la 2N3904 verwendet, weshalb man etwa eine Ausgangsleistung von einem Viertel Watt erwarten darf.

Beim Zusammenbau habe ich mir aber natürlich etwas zu viel vorgenommen: das ganze Ding sollte inklusive 9-Volt-Block in eine alte Microsoft IntelliMouse Explorer passen, damit ich den Microschalter der linken Maustaste als Morsetaste verwenden kann und man ein echtes All-In-One-Gerät hat. Hintergrund der Bemühungen: am „Vatertag“ am Donnerstag findet die jährliche MAS (Minimal Arts Session, http://qrpcc.de/contestrules/mas/) statt, an der ich mit DL4ABB teilnehmen möchte.

Hier kommt es darauf an, einen TRX mit möglichst wenig Bauteilen zu benutzen, was dann sogar Bonuspunkte gibt. Man darf nur unter 100 Teile benutzen, sollte sich also sehr genau überlegen, was man benötigt. Der Pixie 2 zum Beispiel hat nicht einmal einen Mithörton, die luxuriöse Gebeautomatik (Keyer) findet in der Bauteilvorgabe natürlich ebenfalls keinen Platz.

Aufgrund der Platzvorgabe habe ich beim ersten Versuch alle Bauteile so dicht wie es nur ging auf die Lochrasterplatine gequetscht und per Fädeltechnik verbunden. Auch nach mehrmaliger Überprüfung war ich mir sicher, dass alles wie vorgegeben verbunden war. Trotzdem funktionierte das Gerät nicht. Es wollte einfach nicht senden. Zuerst dachte ich, es wäre auf Dauersendung, weil ich ein entsprechendes Geräusch im RX meines TS-480 hörte. Das war aber nur der CXO. Nach dem Ausbau aller Teile stellte ich fest, dass ich mir tatsächlich keinen C oder Q „gebrutzelt“ hatte, alle waren noch vollkommen intakt.

Meine Vermutung ist, dass ganz einfach an irgendeiner Stelle die Lackschicht des Kupferdrahtes nicht oder nicht ganz geschmolzen war und hier eine nicht vorhandene Verbindung oder ein zu hoher Übergangswiderstand das Problem waren. Vielen Dank auch an OM André, DO7ALE, an dieser Stelle!

Trotzdem war Neulöten die praktikabelste Lösung. In diesem Zug wurde der Aufbau zwar etwas größer, aber alle Bauteile waren genau so ausgerichtet wie im Schaltbild, was die Fehlersuche deutlich vereinfacht und auch die Leitungsführung optimiert. Die beiden Aufnahmen von der Unterseite sind genau gleich!!!

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3 Kommentare

  1. Moin Arne,
    respekt! Es hat geklappt, ich konnten Deinen Transceiver beim MAS zu hören und dann auch zu arbeiten. Das QSB reicht von echten S9 ‚runter bis S3. So ganz weg warst Du nie, nur das QRM rund um die 7030 ist beim MAS recht groß.

    73, Michael, DF2OK


  2. Moin Michael,

    Herzlichen Dank für Deine Geduld und Deinen Mitschnitt! Ganz offensichtlich war ich etwas taub, war aber sehr gut zu hören. Mehr in einem separaten Beitrag.


  3. Mittlerweile habe ich ja etwas mit dem Gerätchen spielen und Erfahrungen sammeln können… Ich bin mir sicher, dass ich das Ergebnis des ersten Zusammenbaus nur falsch gedeutet habe. Auf Dauersendung war der zweite Versuch nämlich auch. Scheinbar. Denn das, was ich da hörte, war der CXO. In der Panik durch die bevorstehende MAS habe ich also noch mehr Zeit durch einen kompletten Neubau verloren. Na ja, Hauptsache, man lernt draus 😉
    Derzeit versuche ich, den Pixie für die nächste MAS zu optimieren: http://isetal-forum.de/viewtopic.php?f=49&t=2226&start=30



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